In den letzten Jahrzehnten hat Bethesda Softworks, das Studio hinter Fallout, zahlreiche Veränderungen durchlaufen, und der ehemalige Marketingchef Pete Hines war bei fast jeder dieser Wendungen hautnah dabei.
In einem recenten Interview mit DBLTAP reflektierte Hines über Bethesdas Weg zur Videospiel-Macht. Er teilte Einblicke in die frühen Jahre des Unternehmens und erzählte, wie seine größten Triumphe und schwersten Rückschläge letztlich seine Identität prägten.
"Wenn es funktionierte, war es magisch."
Hines stieß im Oktober 1999 zu Bethesda und spielte eine Schlüsselrolle bei großen Veröffentlichungen, von The Elder Scrolls III: Morrowind im Jahr 2002 über Skyrim im Jahr 2011 bis hin zu Fallout 76 im Jahr 2018. Er blieb auch eine zentrale Figur während des Erwerbs von ZeniMax Media, der Muttergesellschaft von Bethesda, durch Microsoft, der 2021 abgeschlossen wurde, bevor er seinen Ruhestand für 2023 ankündigte.
Nach 24 Jahren beendete Hines seine Tätigkeit bei Bethesda. Doch seine schönsten Erinnerungen sind die ruhigeren Momente, in denen er neben ZeniMax-Gründer und CEO Robert Altman, der 2021 verstarb, arbeitete.
»Zweifellos war es Robert Altmans Unternehmen, und wir waren seine Angestellten«, sagte Hines. »Aber er behandelte uns eher wie Familie, und zusammen bauten wir eine Kultur auf, die sich wirklich wie ein Zuhause anfühlte. Wenn alles perfekt zusammenspielte, war es magisch. Als kleines Privatunternehmen war es viel einfacher, abseits der öffentlichen Beobachtung zu agieren – wir mussten keine Gewinnberichte mit der Welt teilen.«
Jetzt, unter der Führung von Microsoft, betreut Bethesda eine Vielzahl von Spieleentwicklungsstudios. Dazu gehören sein internes Team, Bethesda Game Studios, sowie id Software (Entwickler von Doom), Arkane Studios (hinter Deathloop), MachineGames (Schöpfer von Wolfenstein) und ZeniMax Online (verantwortlich für The Elder Scrolls Online).
Spieler wenden sich seit langem an Bethesda für genredefinierende Rollenspiele und messerscharfe Ego-Shooter. Aber 2024 schrumpfte das Portfolio des Unternehmens. Nur drei Jahre nach der Übernahme durch Microsoft kündigte Xbox an, Arkane Austin, den Entwickler von Redfall, und Tango Gameworks, das Studio hinter Hi-Fi Rush, zu schließen (Tango wurde später von Krafton übernommen).
»Es steht einfach außer Frage, dass das Unternehmen nicht mehr dasselbe ist.«
Erhebliche Veränderungen haben sowohl vor als auch nach der Übernahme durch Microsoft stattgefunden. Im Guten wie im Schlechten räumt Hines ein, dass das Unternehmen, dem er 1999 beitrat, nicht mehr dasselbe ist.
»Man kann einfach nicht leugnen, dass sich das Unternehmen dramatisch verändert hat«, fügte er hinzu. »Es ist grundlegend anders als das, was wir aufgebaut haben. So ist es nun mal – die Dinge entwickeln sich weiter und schreiten voran. Aber auf seinem Höhepunkt war es wirklich etwas Besonderes, ein Teil von Bethesda zu sein.«
An anderer Stelle im Interview sprach Hines auch über seine Bemühungen, Arkane's Prey umzubenennen, sowie über seine Ansichten zu Gaming-Abonnementdiensten wie Game Pass. Er erinnerte sich auch an die Fallout-76-Kontroverse und räumte ein, dass sie zu »wahrscheinlich der dümmsten Sache« führte, die er je bei der Firma getan habe.
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